Alter, äussere Einflüsse wie unter anderem Temperatur, Mangelversorgung durch fehlerhafte Fütterung, Pflanzengifte, Schwermetalle können zu Kreislaufproblemen führen.
Wir sprechen von Wetterfühlig, wenn das Tier bei starken Wetterwechseln mit Verhalten reagiert.
Wenn es plötzlich rasch von kalt auf warm wechselt oder im Sommer Hitzetage kein Ende nehmen wollen, reagiert der Kreislauf und die Herztätigkeit unter Umständen mit Störungen, z.B. Lethargie, starkes Schwitzen, hohe Atemfrequenz, ohne dass das Tier gearbeitet hat.
Bei hohen Temperaturen oder starker Beanspruchung erhöht sich der Sauerstoff- und Nährstoffbedarf in der Muskulatur. Bei Belastung erhöht sich die Muskelarbeit und damit automatisch die Durchblutung. Das Tier kommt bei entsprechenden Temperaturen auch schneller ins Schwitzen und kann die Wärme möglicherweise nicht optimal abgeben. Dies trifft alte und kranke Esel besonders.
Starkes Schwitzen senkt das Blutvolumen und entzieht dem Esel Elektrolyte. Diese ist jedoch elementar für eine funktionierende Herztätigkeit. Ein Mangel führt zu Herzthytmusstörungen und damit hoher Belastung für das Herz-Kreislauf-System.
Heftige Temperaturschwankungen können dieses Regulationssystem beeinträchtigen.
Bei den Pferden neigen Rassen des Nordtyps wie Isländer, Kaltblüter, Tinker, Haflinger oder Shetty, sowie untrainierte, immunschwache oder alte Tiere oft zu Wetterfühligkeit.
Die Symptome (Lethargie, Appetitlosigkeit, Kraftlosigkeit, Kurzatmigkeit, Verspanntheit, unregelmässiger Puls, blasse / blaue Schleimhäute, Kreislaufkolik, Ödeme) treten nicht alle zusammen auf.
Zusätzlich macht es uns der Esel schwer, weil er Probleme in Bezug auf Krankheit lange kaschiert, sozusagen „durchbeisst“ bis es wirklich nicht mehr anders geht. Zeigt ein Esel klare Symptome, muss zeitnah ein Tierarzt auf den Platz bevor noch mehr Schaden entsteht. Der Esel muss im wahrsten Sinn des Wortes auf Herz und Nieren geprüft werden. Gibt es eine Schwäche beim Herz , ist auch die Niere von Störungen behaftet. Die beiden Organe gehören zusammen.
Im hohen Alter gibt es Verschleisserscheinungen beim Herz, es schlägt nicht mehr so kräftig, was die Durchblutung des Körpers verschlechtert.
Fettleibigkeit ist eine ganz riskante Angelegenheit und hat Folgen für das Herz-Kreislauf-System. Im schlimmsten Fall kommt es zu Ablagerungen in den Herzgefässen und zu Infarkten oder Insuffizienzen.
Nicht erkannte Entzündungen im Körper oder nicht fachgerecht behandelte Infektionen können über das Blut ins Herz wandern. Die Folge: eine Herzmuskelentzündung.
Falsches Training wie unregelmässige Arbeitseinheiten, Überbeanspruchung, zu frühe Belastungen, ungenügende Aufwärm- und Abkühlphasen belasten das System ebenfalls.
Mangel- und Fehlernährung, Nährstoffmangel, Wassermangel wirken sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System aus.
Entzündungen und Gerinnsel durch Verwurmung, Würmer können sich in den ganzen Körper ausbreiten.
Auch der Esel kann in einen Vitalstoffmangel kommen, der Ursache von Herz-Kreislauf-Problemen ist. In der Regel ist es kein Mangel allein. Dennoch gibt es mehrere Vitalstoffe, die essentiell für eine gesunde Herzfunktion sind. Fehlen diese über längere Zeit oder im Fohlenalter ist das ein erhöhtes Risiko.
Das Herz ist ein Muskel! Deshalb benötigt es auch die Nährstoffe, welche am Muskelstoffwechsel beteiligt sind, z.B. Vitamin E: es schützt Zellen und Gewebe vor Oxidation. Selen: für gesunden Muskelaufbau und -Erhalt. Vitamin B1 für die Reizweiterleitung vom Nerv zur Muskulatur, aber auch für den Kohlehydratstoffwechel (Energiegewinnung). Elektrolyte: Ein Mangel kann lebensbedrohlich werden, der Bedarf steigt bei Hitze und je nach Schwitzgrad stark.