Wenn die Zündschnur kurz ist

Veröffentlicht am 31. Januar 2026 um 22:55

Wenn die Zündschnur der Führungskraft zum Problem wird: Für den Menschen gibt es den Betriebsrat, oder man weist sie auf ihr Fehlverhalten hin, via Arbeitgeber.

Was bedeutet das in einem Tierbetrieb für die Tiere? Tierheim,  Reitstall, Streichelzoo usw.? Ist das tragbar?
Was passiert mit dem Tier und in seinem Inneren?

Nicht jedes Tier hat in seinem Leben die gleichen Erfahrungen und Erlebnisse gemacht. Nicht jedes Tier hat ein starkes Nervenkostüm.

Es ist wie beim Mensch, der ist auch ein Säugetier, auch wenn er das durch Kleider, Schmuck und Makeup zu kaschieren sucht. Säugetiere mit oder ohne Fell ähneln sich sehr, haben ähnliche Ansprüche in Bezug auf Bindung wenn sie Herden- oder Rudeltiere sind, in Familienverbänden auch unterschiedlicher Art leben. 

In der Natur gibt es keine Führungskraft mit kurzer Zündschnur. Sie kommt erst gar nicht ans Ruder, denn sie würde die Sicherheit und die Gesundheit der anderen gefährden.

Müssen Tiere unter Gehegebedingungen leben (dazu gehört jede Art der Gefangenschaft), haben sie so gut wie keine Wahl mehr und müssen sich in ihr Schicksal fügen, sie haben Dauerstrass durch Unberechenbarkeit.

Was passiert im im Inneren des Tieres?
Tiere sind Meister darin, Körpersprache und energetische Spannungen zu lesen. Eine impulsive Führungskraft sendet widersprüchliche Signale. Das Tier kann keine klare Strategie entwickeln, um Strafe oder Aggression zu vermeiden.

Der biologische Effekt: Der Organismus schaltet in den Überlebensmodus. Das bedeutet eine dauerhafte Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin.

Die psychischen Folgen: Es entsteht die "Erlernte Hilflosigkeit". Wenn das Tier merkt, dass sein Verhalten keinen Einfluss auf die Launen des Menschen hat, gibt es innerlich auf. Es "funktioniert" zwar noch, ist jedoch seelisch gebrochen. Es können sich auch Stereotypien entwickeln.

Ist das tragbar? Nein!

In der modernen Tierhaltung ist emotionale Stabilität der betreuenden Personen eine Kernkompetenz.

Ein nervöses Tier ist unberechenbar und ein Sicherheitsrisiko. Eine Betreuungskraft, die ihre Impulse nicht im Griff hat, provoziert Unfälle.

Ausserdem ist es Tierschutzrelevant, denn niemand darf einem Tier Leiden oder Schäden zufügen. Psychischer Terror durch Choleriker fällt unter diesen Bereich des Leidens.

Wer seine Impulse nicht beherrscht, ist zur Führung von Lebewesen ungeeignet. Das Tier im Gehege hat keine Stimme, die es erheben kann - es hat nur seinen Körper und seine Seele, die unter Unbeherrschtheit langsam zusammenbricht.